Zigarren als Symbol einer modernen Lebensrichtung

Die ursprüngliche Bedeutung des Wortes Zigarre stammt aus dem Sprachgebrauch der Maya und bedeutet soviel wie saugen oder rauchen. Aus dem antiken Wort “sikar” leitete sich dann das heute gebräuchliche Wort “Zigarre” ab. Schon früh hielten die Zigarren Einzug in die europäische Welt und es hält sich hartnäckig der Glaube, dass Christoph Kolumbus der erste Europäer gewesen sein soll, der in den Genuss einer Zigarre kam.

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Cohiba

Cohiba Zigarren, die als beste Zigarren der Welt gelten und auch zu den Bekanntesten zählen, werden seit 1964 auf Kuba hergestellt. Im Gegensatz zu vielen anderen Zigarrenarten haben es die Cohibas geschafft, selbst den meisten Nichtrauchern wenigstens ein Begriff zu sein.

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Zigarren sind genauso schädlich wie Zigaretten

Es hält sich seit Jahrzehnten der Irrglaube, dass Zigarren im Vergleich zu Zigaretten gesünder und weniger schädlich sein sollen. Das beliebteste Argument ist dabei, dass der Rauch von Zigarren schließlich nicht inhaliert werde, was die Lunge schonen würde. Leider ist das völliger Unsinn. Obwohl das Risiko an Lungenkrebs zu erkranken bei einem gemäßigten Zigarrenraucher nicht so hoch ist, können dafür aber andere Krebsarten im Körper entstehen.

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Der Nikotingehalt der Zigarre muss nicht angegeben werden

Gesetzlich ist es nicht vorgeschrieben, dass der Tabakgehalt einer Zigarre auf der Packung angegeben werden muss. Das hat den Nachteil, dass es nicht ersichtlich, wie viel Nikotin wirklich in der einzelnen Zigarre steckt. Die Werte hierbei variieren von Marke zu Marke und es kommt auf die einzelnen Tabakblätter.

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Kubanische Zigarren

Kubanische Zigarren stehen exemplarisch für das Zigarrerauchen an sich und meist stellt man direkt die Assoziation mit dicken Rauchwolken einer so genannten Havanna her. Anders als das Rauchen einer Zigarette, das häufiger nebenbei geschieht, wird der Genuss einer kunstvoll gewickelten Zigarre zu besonderen Anlässen und in Gesellschaft zelebriert.

Kubareisende bringen den Daheimgebliebenen gerne ein Exemplar einer guten Zigarre als Souvenir mit, die meist einzeln verpackt und mit einer eigenen Banderole einen exklusiven und teuren Eindruck vermittelt. Der Preis einer Zigarre variiert in ähnlichem Ausmaß wie ihr Geschmack und kann bis zu 375 € erreichen.

Ein Genussmittel mit Tradition und Geschichte

Im angehenden 19. Jahrhundert sah sich der karibische Inselstaat Kuba am Beginn eines wirtschaftlichen Aufschwungs. Die Arbeit in den entstehenden Zigarrenmanufakturen leistete dazu einen bedeutenden Beitrag und etablierte sich bis zur Mitte des Jahrhunderts sogar als wichtigster ökonomischer Faktor Kubas. Von den über 1.000 Fabriken hat sich etwa die Hälfte auf den Export spezialisiert und damit den Weltruhm von kubanischen Zigarren wie der Havanna gefördert. Während es den Fabriken auf der Insel schon bald an Arbeitskräften mangelte, war ein Ende der steigenden Nachfrage in Übersee noch lange nicht absehbar.

In den gehobenen Gesellschaftsschichten Europas hatte sich das exotische Genussmittel in der Zwischenzeit zum begehrten Statussymbol entwickelt. Auch in den folgenden Jahrzehnten erlebte die Zigarre eine sich weltweit verbreitende Popularität und die Verkaufszahlen stiegen rasch an. Ende der 20er Jahre jedoch blieb auch die Tabakindustrie nicht von den Auswirkungen der weltweiten Wirtschaftskrise verschont. Die Folge war der Niedergang zahlreicher Fabriken. Für Kubas Exportwirtschaft spielte die kubanische Zigarre allerdings zu jeder Zeit eine wichtige Rolle. Trotz bedrohlicher Krisen und Schwierigkeiten im Laufe der Geschichte, ist sie heute nicht mehr wegzudenken.

In sorgfältiger Arbeit entstehen kunstvolle Unikate

Die kubanische Zigarre ist das Ergebnis vieler Einflüsse, die vom Wetter über die Trockenbedingungen der Tabakblätter bis hin zur Lagerung der fertigen Produkte reichen. So unterschiedlich sind schließlich auch die fertigen Zigarren in Aussehen und Geschmack. Die Produktion hochwertiger kubanischer Zigarren erfolgt seit einigen Jahrhunderten traditionell in reiner Handarbeit, wobei das maschinelle Rollen von Zigarren auf Kuba inzwischen ebenso üblich ist.

In einer aufwändigen Prozedur werden die Blätter einzeln gepflückt, aufgehangen und getrocknet. Abhängig von der Sonnenexposition der Pflanzenblätter entstehen daraus Zigarren unterschiedlich starker Geschmacksintensität. Vor dem eigentlichen Rollen der Zigarre werden die Blätter über mehrere Monate fermentiert und die Mittelrippen entfernt. Anschließend werden einzelne Blättern sorgfältig ausgewählt und zu einer Einlage geformt, die eine gute Strömung der Luft gewährleistet. Nachdem diese Einlage noch einmal umwickelt und in Form gepresst wurde, wird das gesamte Innere von einem Deckblatt mit speziellen Zigarrenkleber abgeschlossen. Die so entstandene kubanische Zigarre erhält nun eine Bauchbinde, die über ihren Namen und die Herkunft informiert, bevor sie einzeln oder in einer Zigarrenkiste aus Holz verpackt werden.

Im Übrigen zeichnet sich eine gute Zigarrenmarke dadurch aus, dass jedes einzelne Exemplar nach dem Wickeln ebenso sorgfältig kontrolliert wird. Äußerlich wird die Zigarre vermessen, ob Länge und Durchmesser den Vorgaben entsprechen. Stichprobenartig werden Zigarren außerdem von Vorkostern auf die Qualität des Geschmacks überprüft.