Alles über die Verarbeitung kubanischer Zigarren

Handgerollte Kubanische Zigarren – ein besonderer Genuss. Doch wie laufen die Fertigungsprozesse ab und was passiert auf dem Weg von Tabakpflanze zur exotischen Edel-Zigarre?

Produkte kubanischer “Torcedors”

Torcedors ist kubanisch und ist die dortige Berufsbezeichnung für die kubanische Zigarren Verarbeitung. Ihre Aufgabe besteht darin, einzig mit ihren Händen perfekte Zigarren zu rollen. Ein erfahrener Torcedo schafft täglich im Schnitt 100 Stück.
Zigarrenkenner schwören auf kubanische Zigarren. Für sie ist der Genuss einer handgemachten Zigarre ein echtes Erlebnis als das Paffen einer “Industrie-Zigarre”.

So funktioniert die kubanische Zigarren Verarbeitung

Nach der Trocknung der verschiedenen Tabaksorten werden diese fermentiert. Danach erfolgt die Auslese der einzelnen Tabakblätter. Per Hand wird dabei die Mittelrippe des Tabakblattes entfernt. Je nach gewünschter Größe der Zigarre verwendet der Torcedor mehrere Umblätter zum Drehen der Zigarre. Nun wird aus den verschieden gereiften Tabaksorten per Augenmaß eine Mischung erstellt und diese zu einer Zigarre verarbeitet.

Vollendet wird die Zigarre mit einem sorgsam ausgewählten und optisch ansprechendem Deckblatt. Dort werden bei den teuren Editionen oft ausgefallene Designs verwendet um auch dem Auge einen vollendeten Genuss zu bieten.

Doch mit dem Rollen einer Zigarre ist der Herstellungsprozess noch lange nicht durchschritten. Kubanische Zigarren werden nach der Produktion genau auf Qualität geprüft. Unter anderem wird dabei die äußere Form der Zigarre exakt kontrolliert. Dabei wird schnell klar: Kubanische Zigarren Verarbeitung ist Präzisions- und Millimeterarbeit.

Auch die Lagerung stellt einen wichtigen Teil des Herstellungsprozesses von (hochwertigen) kubanischen Zigarren dar. Mitunter reifen diese monate- oder sogar jahrelang um den Konsumenten einen besonders reifen und ausgewogenen Geschmack zu bieten.

Auch ein ansprechendes Aussehen und der richtige Sitz des Umblattes sind wichtig für den Verkauf an den Endkunden. Schon bei kleinsten Abweichungen kann die Zigarre nicht mehr richtig abbrennen und erzeugt statt Rauchgenuss nur noch Zigarrenfrust.

Bevor die Zigarren nach der schier endlosen Lagerung endlich an den Endkunden verkauft werden, bekommen sie noch eine “Bauchbinde” umgebunden. Vorher werden noch einmal die fertigen Zigarren stichprobenartig auf Qualität geprüft – die letzte Hürde für die fertige Zigarre. Auf dieser ist der Herstellungsort und die Sorte der Zigarre vermerkt. Oft ist dort auch der Herstellungsort aufgeführt.

Diese Bauchbinden haben durchaus ihre Berechtigung – so können diese Hinweis auf Fälschungen geben. Denn das Geschäft für dreiste Fälscher ist lukrativ, so werden nicht selten Zigarren minderwertiger Qualität mit falschen Bauchbinden auf den Markt geschwemmt.

Bevor die (echten) kubanischen Zigarren zu uns kommen werden sie schockgefrostet. Ja, richtig gehört! Namhafte Vertriebsfirmen wenden diese gängige Praxis an um sicherzustellen, dass sich keine ungebetenen Gäste in der Zigarre herumtreiben. Denn Käfer und anderes Ungeziefer möchte nun wirklich keiner inhalieren.