Ecuador ist der Neuling unter den Tabakbauern

Ecuador liegt an der Westküste Südamerikas und obwohl bereits seit Jahrhunderten von Jahren Tabak angebaut wird, wurde der dort angebaute Tabak erst vor etwa 30 Jahren in der Zigarrenbranche wahrgenommen. Die klimatischen Bedingungen sind für den Anbau von Tabak geradezu ideal. Die durchschnittliche Temperatur liegt über 23° C und in der Provinz Los Rios ist die Niederwahrscheinlichkeit sehr hoch, was an der Nähe zu den Anden liegen mag. Ein weiteres Wetterphänomen wird dadurch erzeugt, das der Qualität des Tabaks zu Gute kommt. An den Westhängen der Anden kommt es zu einem Wolkenstau, der automatisch auch für die natürliche Beschattung der Tabakplantagen sorgt.

Auf den Plantagen Ecuadors wachsen exzellente Deckblätter

Durch die natürliche Beschattung können auf den Tabakplantagen Deckblätter von hervorragender Qualität wachsen. Die Tabakblätter besitzen eine feine und elastische Struktur, da sie sehr wenig Sonnenstrahlen ausgesetzt sind. Muss man an anderen Orten der Welt die Plantagen noch künstlich abdecken, übernimmt das hier die Natur. Sehr fruchtbare und mineralhaltige Böden gibt es in der Provinz Los Rios. Der Mineralgehalt ist bedingt durch die Erde vulkanischen Ursprungs. In der Region gibt es viele, teilweise noch aktive Vulkane, was allerdings auch manchmal zu Ernteeinbußen führen kann, sollte es zum Aufbruch eines Vulkans kommen.

Die Deckblätter aus Ecuador sind ideal für eine Zigarre, da sie einen relativ neutralen Geschmack besitzen und sich deswegen nicht aufdrängen. Ihr leichter Glanz kann einer Zigarre ein edles Erscheinungsbild verleihen.

Puros werden kaum in Ecuador hergestellt

Ecuador hat sich vor allen Dingen auf die Produktion und den Export von hervorragenden Deckblättern spezialisiert. Doch auch hier gibt es mittlerweile eine Veränderung auf dem Markt. Carlos Jalil entwickelte eine Puros mit dem Namen “Capafina”. Er verwendet ausschließlich Tabakblätter, die von seinen Plantagen stammen und deren Eigenschaften er über die Jahre hinweg perfektioniert hat. Das Aroma der Capafina erinnert an Heu und Honig. Eine leichte Karamellsüße und ein erdiger Geschmack haften ihr an.

Die Entwicklung der Tabakindustrie in Ecuador ist noch lange nicht an ihrem Ende angekommen, so dass davon auszugehen ist, dass der Anteil von Puros in Ecuador im Laufe der Jahre zunehmen wird.

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