Die richtige Trocknung der Tabakblätter ist wichtig

Nach der Ernte der Tabakblätter beginnt die Trocknungsphase, die entscheidend für die weitere Verarbeitung ist. Die Blätter müssen ausreichend getrocknet sein, damit zum Beispiel die Bildung von Schimmel verhindert wird. Mit Fäden werden die einzelnen Blätter zusammen genäht und in Trockenschuppen aufgehängt. Insgesamt brauchen die einzelnen Bündel zwischen 45 und 60 Tagen um vollständig zu trocknen und ihre Farbe von Grün in ein sattes Braun zu ändern. Es gibt verschiedene Arten der Trocknung, doch gerade bei den Tabaksorten, die in Zigarren verwendet werden, werden die Blätter auf natürliche Weise luftgetrocknet.

Der Nikotingehalt der Blätter und auch der Wassergehalt verringert sich drastisch. Eiweiß, Zucker und Stärke in den Tabakblättern werden ebenfalls abgebaut.

Die natürliche Fermentation setzt die Aromen der Tabakblätter frei

Nach der Trocknung erfolgt die natürliche Fermentation der Blätter. Die bis zu mehreren Metern hohen Haufen aus Tabakblättern werden mit Jute abgedeckt und mehrmals während des Prozesses umgeschichtet. Dadurch wird verhindert, dass die riesigen Fermentationsstapel verfaulen oder sich gar entzünden. Die Fermentation dient in erster Linie dazu, den Nikotingehalt und die Gerbsäure in den Blättern zu senken. Die besonderen Aromen, die jedes Tabakblatt einzigartig machen, entfalten sich erst während der Fermentation. Nach der Fermentation werden die Rippen von den Blättern entfernt, allein die Rippen der Deckblätter bleiben unberührt. Nach der Entrippung der Blätter findet eine weitere Fermentation statt, wobei die Blätter in bis zu 50 Kategorien eingeteilt werden.

Nach der Reifelagerung müssen die Blätter feucht gehalten werden

Nachdem der Fermentationsprozess beendet ist, werden die Blätter einige Tage auf speziellen Stellen gelüftet. Danach werden die Blätter in Pakete zusammengepackt und die Zeit der Lagerung beginnt. Je länger ein Blatt lagert, desto besser wird seine Qualität und intensiver sein Aroma. Es kann bis zu drei Jahre dauern, bis der Reifungsprozess beendet ist und die Blätter den Paketen entnommen werden. Sorgfältig werden dann die Tabakblätter auf eventuell schadhafte Stellen überprüft und erst wenn sie diese letzte Qualitätskontrolle durchlaufen haben, dürfen sie für die Herstellung einer Zigarre verwendet werden. Jede Zigarre wird nun von Hand gerollt, worauf ständig darauf geachtet wird, dass die Blätter der Zigarre keinen Riss während des Rollens bekommen. Bevor das Deckblatt schließlich um die Zigarre gewickelt wird, kommt sie noch einmal für etwa eine halbe Stunde in einen Wickelpressstock, damit sie ihre Form behält. Dann wird das Deckblatt, das vorher etwas angefeuchtet wird, damit es sich besser anpassen lässt, um die Zigarre gewickelt.

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