Humidor Befeuchter

Passive Befeuchter bildeten über Jahre hinweg eine feste Konstanze in den Humidoren. Ein passiver Befeuchter besteht aus einem Metall- oder Kunststoffgehäuse, in dessen Inneren sich ein Schwamm oder ein Schaum befindet. Der Schwamm wird mit Flüssigkeit benetzt und gibt durch langsame Verdunstung auf der Oberfläche diese Flüssigkeit wieder an die Umgebung ab. Nachteil dieser passiven Befeuchter ist, dass die Menge an Feuchtigkeit, die abgegeben wird, nicht reguliert werden kann. Der Verdunstungsprozess geht unaufhörlich weiter, egal wie hoch die Luftfeuchtigkeit im Inneren des Humidors sein sollte.

Elektrische Befeuchter regeln die Umgebungsfeuchtigkeit aktiv, so dass es zu einer konstanten relativen Feuchtigkeit im Inneren des Humidors kommt. Die gewünschte Luftfeuchtigkeit wird eingestellt und ab dann regelt der elektrische Befeuchter die Luftfeuchtigkeit.

Mit einem elektrischen Befeuchter kann auf ein Hygrometer verzichtet werden

Bei Benutzung eines passiven Befeuchters muss zusätzlich die Luftfeuchtigkeit über ein Hygrometer im Humidor regelmäßig kontrolliert werden. Doch auch diese Hygrometer haben ihre Schwachstellen, die sich vor allen Dingen in großen Messschwankungen niederschlagen, die natürlich für die richtige Lagerung der Zigarren katastrophal sein können. Bei einer zu hohen Luftfeuchtigkeit kann es zur Schimmelbildung kommen, während eine zu niedrige Luftfeuchte den Tabak austrocknet. Am Genauesten misst ein digitales Hygrometer, das aufgrund eines elektrischen Feldes die genaue Luftfeuchtigkeit bestimmen kann.

Ein elektrischer Befeuchter macht einen Hygrometer im Inneren des Humidors überflüssig. Der elektrische Befeuchter misst regelmäßig die Luftfeuchtigkeit durch seine Sensoren und regelt die Abgabe des Wassers selbstständig.

Ein elektrischer Befeuchter unterstützt die Lagerung der Zigarren

Ein elektrischer Befeuchter kann zum Beispiel ein Kaltverdunster, der die Luft durch einen Filter ansaugt, mit Flüssigkeit anreichert und wieder in die Umgebung bläst. Ein Kaltverdunster verfügt im Allgemeinen über zwei Wassertanks, so dass sie auch für längere Zeit selbstständig arbeiten können. Durch ein Lamellengitter, das sich an der Öffnung befindet, kann der Luftstrom gezielt ausgerichtet werden. Durch ein elektrisches, digitales Schaltgerät wird der Kaltverdunster gesteuert. Er schaltet sich entweder ab wenn die gewünschte Feuchte erreicht ist oder schaltet sich ein, wenn die Luftfeuchtigkeit unter den vorgegebenen Wert sinkt.

Mit einem elektrischen Befeuchter, der für den Einsatz in Schrankhumidoren ideal ist, werden die Zigarren auf jeden Fall ideal und sicher gelagert. Er sorgt für die richtigen klimatischen Bedingungen im Humidor, ohne dass der Zigarrenliebhaber ständig ein Auge darauf haben muss.

Für einen kleinen Tischhumidor wird sich die Anschaffung des elektrischen Befeuchters nicht lohnen, da er für einen kleinen Raum nicht geeignet ist.

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Humidore und Luftfeuchtigkeit

Bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von etwa 70 Prozent werden die Zigarren richtig gelagert. Um perfekte Bedingungen für die Lagerung zu erhalten, sollte ein Humidor benutzt werden, ein aus hölzerner Behälter, in dem perfekte klimatische Bedingungen für die Lagerung erzeugt werden können.

Gerade die richtige Luftfeuchtigkeit ist entscheidend, denn sonst kann es leicht passieren, dass auch die beste Zigarre verdirbt. Ist die Luftfeuchtigkeit zu niedrig, trocknen die Zigarren aus. Eine trockene Zigarre brennt sehr viel schneller ab, wird brüchig und bekommt einen stechenden, sehr herben Geschmack. Wenn es allerdings über längere Zeit zu feucht im Humidor ist, kann es zu Schimmelbildung bei den Zigarren kommen.

Ein Hygrometer misst die Luftfeuchtigkeit im Humidor. Auf dem Markt gibt es mittlerweile auch Systeme, die für eine gleichbleibende Luftfeuchtigkeit im Inneren der Kiste sorgen.

Auch die ideale Temperatur muss bei der Lagerung gegeben sein

Die Diskussion, welches nun wirklich die richtige Temperatur für die Zigarrenlagerung ist, wird sein Jahren unter den Zigarrenkennern geführt. Fakt ist, dass die Aromen des Tabaks sehr leicht verfliegen können, aber auch, entgegengesetzten Fall, sehr resistent sein können. Eine sehr hohe Temperatur kann zu einer schnellen Verflüchtigung der Aromen führen, aber auch des Ammoniaks führen, den man bei jungen Zigarren noch antrifft. Wenn die Zigarre in kürzerer Zeit “rauchfertig” sein soll, ist es ratsam, sie bei einer hohen Temperatur zu lagern, da der durchdringende Geruch des Ammoniaks schneller verfliegt.

Bei einer Langzeitlagerung empfiehlt es sich, die Zigarren bei Zimmertemperatur zu lagern. Selbst wenn die Temperatur für ein paar Wochen über 25 ° C liegen sollte, so ist das nicht schlimm, wenn die relative Luftfeuchtigkeit konstant bleibt.

Zigarren besitzen eine unbegrenzte Lagerdauer

Hochwertige Zigarren, die aus ausgesuchten Tabakblättern bestehen und von Hand gerollt worden sind, können über einen langen Zeitraum in einem Humidor gelagert werden. Die einzige Voraussetzung ist, dass die Luftfeuchtigkeit konstant gehalten wird und regelmäßig kontrolliert wird. Einige Zigarrenkenner gehen davon aus, dass die Zigarre im Laufe der Jahre an Aroma gewinnt. Es gibt sogar einige Aficionados, die in ihrem Humindor noch Zigarren aus den 50er-Jahren haben, deren Kisten nur zu bestimmten Anlässen geöffnet werden.

Bei der richtigen Lagerung sollte also jeder Zigarrenliebhaber selber entscheiden, auf was es ihm ankommt. Bei einer Langzeitlagerung sollte die Temperatur um die 18° C betragen, während sie bei einer schnellen Ingebrauchnahme der Zigarre auch über einen kürzeren Zeitraum auf 30° C erhöht werden kann.

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Rauchdauer einer Zigarre

Die einzelnen Zigarrensorten entscheiden sich in Länge, Dicke und Form, was auch die Rauchdauer beeinflusst. Die Gigante Especial zum Beispiel, zu deren bekanntesten Vertretern die Montechristo A gehört, bietet eine Rauchdauer von bis zu 150 Minuten. Durch ihre große Länge und den breiten Durchmesser garantiert die Gigante einen sehr langen Rauchgenuss.

Die Petit Corona dagegen ist wesentlich kürzer und schmaler. Die Rauchdauer liegt bei dieser Zigarrensorte nur bei etwa 25 Minuten.

Vor dem Genuss einer Zigarre sollte entschieden werden, wie lange der Genuss währen soll. Je nach der jeweiligen Zeit kann die Zigarre mit passender Rauchdauer gewählt werden.

Auch ein gleichmäßiger Zug beeinflusst die Rauchdauer

Bei der Zigarre ist es wichtig, sie bewusst zu genießen und lange, gleichmäßige Züge zu machen. Langsam gerauchte Zigarren entfalten ihr Aroma am Besten und die verschiedenen Geschmacksnuancen lassen sich unterscheiden. Es sollte auch nicht zu oft an der Zigarre gezogen werden, da dadurch die Rauchdauer verkürzt wird und die Zigarre zu heiß wird. Wenn die Zigarre überhitzt ist, bekommt sie einen bitteren Beigeschmack, der sich wie Blei über die anderen Aromen legen kann und diese zudecken kann.

Bei einem gemäßigten Zugtempo kann unter Umständen auch die Rauchdauer der jeweiligen Zigarrenformate um ein paar wertvolle Minuten des Genusses erhöht werden.

Aber es ist wichtig, immer darauf zu achten, dass der Rauch nicht inhaliert wird, sondern einfach einen Augenblick im Mund behalten wird und dann langsam und genüsslich ausgestoßen wird.

Mit zunehmender Rauchdauer wird der Geschmack intensiver

Am Anfang sind die Aromen der Zigarre noch dezent wahrnehmbar und nehmen sich eher zurück. Doch je weiter die Zigarre geraucht wird, desto mehr und intensiver entfalten sich die einzelnen Geschmackskomponenten, die sich in der Einlage befinden.

Sollte es während des Rauchens passieren, dass die Zigarre erlischt, so kann sie problemlos wieder angezündet werden. Allerdings sollte die Oberfläche der Spitze mit einem Streichholz oder einem kleinen Messer geglättet werden, damit die Zigarre nicht ungleichmäßig abbrennt.

Das letzte Drittel der Zigarre wird nicht geraucht, denn mit zunehmender Rauchdauer entsteht mehr Qualm und der Geschmack verschlechtert sich immer mehr.

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Das letzte Drittel der Zigarre dient als Filter

Das Rauchvergnügen bei einer Zigarre ist um ein Vielfaches länger und intensiver als das einer Zigarette, aber alles hat ein Ende. Die Zigarre wird nie bis zu ihrem Ende aufgeraucht, sondern wird bereits beiseitegelegt, wenn noch ein Drittel übrig ist. Dieses letzte Drittel dient sozusagen als Filter und hat nach einer Rauchdauer von etwa 60 Minuten auch nicht mehr die ursprünglichen Aromen zu bieten, die am Anfang so prägnant waren und die Zigarre ausgezeichnet haben.

Bei handgemachten, erlesenen Habanos kann es sein, dass die Zigarre bis zum letzten Viertel noch ihren Geschmack behält und erst dann der Genuss zu Ende ist. Erfahrene Zigarrenraucher können das Ende einer Zigarre bereits an der verbrauchten Asche erkennen.

Das Ende einer Zigarre lässt sich schmecken

Je näher die Zigarre ihrem Ende entgegenkommt, desto intensiver wird ihr Geschmack und größer die Rauchentwicklung. Bei manchen Zigarren kommt es vor, dass der Geschmack nicht nur intensiver wird, sondern sich auch zum Schlechteren hin verändert. Spätestens dann ist es ratsam, den Genuss der Zigarre zu beenden.

Wichtig ist es, zwischendurch die Zigarre durch ein leichtes Drehen von der alten Asche zu befreien, da sonst der Geschmack auch leiden kann.

Das Ende einer Zigarre kommt ganz auf die Zigarrensorte und auf die Qualität der Herstellung an. Ein guter, handgemachter Longfiller kann länger geraucht werden, während die maschinell erstellten Zigarren bereits vor dem letzten Drittel an Geschmack verlieren.

Das Ausmachen einer Zigarre unterliegt einem Kodex

Da es sich bei der Zigarre um ein hochwertigeres Genussmittel als bei der Zigarette handelt, erfolgt auch das Ausmachen einer Zigarre unter gewissen Gesichtspunkten. Eine Zigarre hat es verdient, würdevoll behandelt zu werden. In Kreisen der Zigarrenkenner ist es deswegen absolut verpönt, die Zigarre einfach im Aschenbecher auszudrücken.

Sollte die Zigarre zu Ende geraucht sein, wird sie einfach im Aschenbecher abgelegt, wo sie dann von alleine nach einer gewissen Zeit erlischt. Abgesehen von dem Respekt, der einer Zigarre auf diese Weise erwiesen wird, würde auch das Ausdrücken eine starke Rauchentwicklung mit sich führen. Die Asche sollte danach entsorgt werden, da sie sonst einen schalen Geruch verbreitet.

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Das richtige Anschneiden einer Zigarre ist entscheidend

Bei handgemachten Zigarren muss das geschlossene Ende am Kopf geöffnet werden. Zigarren, die in der Fabrik maschinell gefertigt worden sind, erfordern diese Vorgehensweise nicht und werden sozusagen rauchfertig geliefert.

Der Anschnitt einer Zigarre ist wichtig für das richtige Raucherlebnis, denn ein falsch ausgeführter Schnitt kann dazu führen, dass die Zigarre ihren Zug verliert und zu wenig Rauch aus dem Kopfende ausströmt. Eben und gleichmäßig sollte der Anschnitt sein. Die Ränder sollten glatt sein und nicht ausgefranst, da sonst Tabakkrümel in den Mund gelangen könnten.

Es gibt verschiedene Hilfsmittel für den Abschnitt einer Zigarre

Spanier und Kubaner neigen dazu, den Kopf einer Zigarre einfach abzubeißen, aber von diesem Vorgehen ist abzuraten, da sonst das Deckblatt unter Umständen reißen kann. Besser wird der Abschnitt, wenn ein professionelles Hilfsmittel zum Einsatz kommt.

Am Bekanntesten und Beliebtesten ist der Cutter oder Flachschneider, der an eine Guillotine erinnert. Erhältlich ist der Cutter mit einer oder zwei Klingen, wobei die Zwei-Klingen-Variante zwar teurer ist, aber auch einen saubereren Schnitt liefert und langlebiger ist.

Neben dem Cutter gibt es noch Zigarrenscheren, bei denen immer darauf geachtet werden muss, dass ihre Klingen noch ausreichend scharf sind, da sonst der Rand des Deckblattes verletzt werden kann. Sie sind eher für den Einsatz in den eigenen vier Wänden geeignet, da sie sehr groß sind. Für den Genuss unterwegs eignet sich der Cutter, der bequem in der Hosentasche Platz findet.

Kerbschneider sind eher für dünnere Zigarren geeignet

Kerbschneider machen, wie der Name bereits sagt, eine kleine Kerbe in den Zigarrenkopf. Sie eignen sich aber nur für Zigarren mit einem Durchmesser unter 40 mm, da sonst der Schnitt sehr unsauber wird und die Zigarre verletzt werden kann.

Als letztes Hilfsmittel für den Anschnitt einer Zigarre gibt es den Rundcutter. Der Rundcutter eignet sich sehr gut für große Zigarrenformate. Er macht ein kreisförmiges Loch in den Kopf der Zigarre, aus dem der Rauch ausströmen kann. Teurere Modelle werfen zudem den Tabakrest noch aus, der dann einfach entsorgt werden kann.

Der Anschnitt einer Zigarre verlangt Übung und es bleibt jedem Zigarrenraucher überlassen, welches Hilfsmittel er benutzen möchte.

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Zigarre anzünden

Gleich einem Ritual kann das Anzünden einer Zigarre zelebriert werden, denn erst wenn die Zigarre auch richtig angezündet worden ist, kann sie ein vollkommenes Aromaerlebnis liefern.

Bis in die 60er-Jahre war es noch üblich, die Zigarre mit der Flamme vorzuwärmen, da auf diese Weise überflüssiger Klebstoff verdunsten konnte. Heutzutage ist dieser Vorgang nicht mehr notwendig, da bei der Herstellung nur noch auf natürliche Klebstoffe zurückgegriffen wird, die den Geschmack nicht beeinflussen. Einige Formate verzichten sogar vollkommen auf den Einsatz von Klebstoff.

Der Zeitpunkt, wann die Zigarre angezündet wird, kann der Zigarrenraucher selber bestimmen. Einige machen es lieber vor dem Abschnitt des Kopfes, andere lieber nachdem der Kopf entfernt worden ist.

Das richtige Anzünden einer Zigarre verlangt etwas Übung

Wie bei allem, was den Genuss der Zigarre anbelangt, gibt es auch beim Anzünden einer Zigarre keine absolute Lösung, die allein den richtigen Tabakgenuss gewährleistet, aber einige Richtlinien können hilfreich sein.

Wichtig ist, dass die Zigarrenspitze nie vollständig in die Flamme des Anzünders gehalten werden sollte. Besser ist ein Abstand von 1 cm zwischen Flamme und Zigarrenspitze. Zuerst wird die Spitze etwas angeflämmt, bis das Ende von einem feinen, weißen Ascherand überzogen ist. Wenn sich die ersten Rauchschwaden am Ende der Zigarre bilden, ist es an der Zeit, die Zigarre in den Mund zu nehmen und leicht an ihr zu ziehen. Auch hierbei sollte die Zigarre unablässig gedreht werden, damit sich die Spitze gleichmäßig entzünden kann.

Geruchslose Anzünder sollten benutzt werden

Gasfeuerzeuge oder Streichhölzer eignen sich am Besten, um eine Zigarre anzuzünden. Gerade das Gasfeuerzeug hat keinen Eigengeruch und kann diesen folglich auch nicht an die Zigarre abgeben. Benzinfeuerzeuge verströmen einen ziemlich durchdringenden Geruch, weswegen Zigarrenliebhaber auf deren Benutzung verzichten, da sonst das Aroma der Zigarre beeinträchtigt oder gar überdeckt werden könnte.

Bei Benutzung eines Streichholzes ist Vorsicht geboten und es sollte erst zur Zigarre geführt werden, wenn der Schwefelkopf vollständig verbrannt ist, da sich sonst der Geruch über das Aroma der Zigarre legen könnte.

Einige Zigarrenkenner schwören auch auf die Verwendung eines Zedernspans, was zwar edel aussieht, aber nicht unbedingt notwendig ist.

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