Zigarre anzünden

Gleich einem Ritual kann das Anzünden einer Zigarre zelebriert werden, denn erst wenn die Zigarre auch richtig angezündet worden ist, kann sie ein vollkommenes Aromaerlebnis liefern.

Bis in die 60er-Jahre war es noch üblich, die Zigarre mit der Flamme vorzuwärmen, da auf diese Weise überflüssiger Klebstoff verdunsten konnte. Heutzutage ist dieser Vorgang nicht mehr notwendig, da bei der Herstellung nur noch auf natürliche Klebstoffe zurückgegriffen wird, die den Geschmack nicht beeinflussen. Einige Formate verzichten sogar vollkommen auf den Einsatz von Klebstoff.

Der Zeitpunkt, wann die Zigarre angezündet wird, kann der Zigarrenraucher selber bestimmen. Einige machen es lieber vor dem Abschnitt des Kopfes, andere lieber nachdem der Kopf entfernt worden ist.

Das richtige Anzünden einer Zigarre verlangt etwas Übung

Wie bei allem, was den Genuss der Zigarre anbelangt, gibt es auch beim Anzünden einer Zigarre keine absolute Lösung, die allein den richtigen Tabakgenuss gewährleistet, aber einige Richtlinien können hilfreich sein.

Wichtig ist, dass die Zigarrenspitze nie vollständig in die Flamme des Anzünders gehalten werden sollte. Besser ist ein Abstand von 1 cm zwischen Flamme und Zigarrenspitze. Zuerst wird die Spitze etwas angeflämmt, bis das Ende von einem feinen, weißen Ascherand überzogen ist. Wenn sich die ersten Rauchschwaden am Ende der Zigarre bilden, ist es an der Zeit, die Zigarre in den Mund zu nehmen und leicht an ihr zu ziehen. Auch hierbei sollte die Zigarre unablässig gedreht werden, damit sich die Spitze gleichmäßig entzünden kann.

Geruchslose Anzünder sollten benutzt werden

Gasfeuerzeuge oder Streichhölzer eignen sich am Besten, um eine Zigarre anzuzünden. Gerade das Gasfeuerzeug hat keinen Eigengeruch und kann diesen folglich auch nicht an die Zigarre abgeben. Benzinfeuerzeuge verströmen einen ziemlich durchdringenden Geruch, weswegen Zigarrenliebhaber auf deren Benutzung verzichten, da sonst das Aroma der Zigarre beeinträchtigt oder gar überdeckt werden könnte.

Bei Benutzung eines Streichholzes ist Vorsicht geboten und es sollte erst zur Zigarre geführt werden, wenn der Schwefelkopf vollständig verbrannt ist, da sich sonst der Geruch über das Aroma der Zigarre legen könnte.

Einige Zigarrenkenner schwören auch auf die Verwendung eines Zedernspans, was zwar edel aussieht, aber nicht unbedingt notwendig ist.

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