Luftfeuchtigkeit bezeichnet den Wasserdampfgehalt der Luft

Als Luftfeuchtigkeit wird der Wasserdampfanteil in der Luft bezeichnet, wobei noch einmal in absolute, relative und spezifische Luftfeuchtigkeit unterschieden wird.

Die absolute Luftfeuchtigkeit, auch als Wasserdampfdichte bezeichnet, gibt die Konzentration des Wasserdampfs in einem bestimmten Luftvolumen an. Vereinfacht lässt sich sagen, dass die absolute Feuchtigkeit angibt, wie viel Wasserdampf die jeweilige Luftmasse bei einer bestimmten Temperatur noch aufnehmen kann.

Im Gegensatz dazu lässt die relative Luftfeuchtigkeit erkennen, wie viel Wasserdampfgehalt sich momentan in der Luft befindet und zwar in Prozent ausgedrückt.

Bei der Lagerung von Zigarren kommt es auf die relative Luftfeuchtigkeit an. Ideal ist ein Wasserdampfgehalt, der bei rund 70 Prozent liegt.

Die spezifische Luftfeuchtigkeit gibt dagegen die Menge des Wassers an, die sich in einem bestimmten Volumen feuchter Luft befindet und spielt bei der Lagerung von Zigarren keine Rolle.

Bei einer zu niedrigen relativen Luftfeuchtigkeit trocknet die Luft aus

Auch die Luft kann, ähnlich wie andere Stoffe, nur begrenzt Wasser aufnehmen. Ist die Grenze der Aufnahmefähigkeit erreicht, wird der Zustand als Sättigung bezeichnet. Beträgt die relative Luftfeuchtigkeit über 100 %, ist die Sättigung der Luft erreicht und es kommt zur Bildung von Kondenswasser, da die Luft das überschüssige Wasser nicht mehr aufnehmen kann und wieder abgeben muss.

Die richtige relative Luftfeuchtigkeit zu erreichen, ist deswegen gar nicht so einfach, doch gerade in der Zigarrenlagerung kommt es gerade darauf an. Ebenso wie die absolute Luftfeuchtigkeit ist die relative Luftfeuchte an die Temperatur gebunden, was sich an dem tatsächlichen Wassergehalt der Luft erkennen lässt. Bei einer Temperatur von 0° C befinden sich bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 70 Prozent etwa 3 g Wasser/Kubikmeter in der Luft. Dagegen steigt der Wassergehalt auf 12 g bei einer Temperatur von 20° C, aber gleichbleibender Luftfeuchte.

Die richtige Art der Messung ist wichtig

Es gibt viele verschiedene Hygrometer, mit denen die relative Luftfeuchte bestimmt wird. Doch leider sind nicht alle Messgeräte auch wirklich verlässlich. Gerade bei dem analogen Hygrometer, was auf mechanische Art die Luftfeuchte misst, können Messschwankungen von über 40 Prozent auftragen. Haarhygrometer, die eine Kunstfaser in der Mechanik benutzen, die ihre Lage je nach Luftfeuchtigkeit verändert, sind weitaus präziser.

Es gibt auch so genannte Echthaarhygrometer, in denen, anstatt der Kunstfaser, ein echtes Haar benutzt wird. Doch, abgesehen davon, dass es einer regelmäßigen Reinigung bedarf, ist das Echthaarhygrometer in seinen Messungen auch sehr ungenau.

Am verlässlichsten ist ein Präzisionshygrometer, das die Umgebungsfeuchte anhand eines elektrischen Feldes misst.

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