Tabak bildet die Grundnahrung für die Larven des Tabakkäfers

Der braune Tabakkäfer stammt aus der Familie der Nagekäfer und ernährt sich vorwiegend von Tabak, aber auch Lebensmitteln. Im Gegensatz zum Schimmel liegt es nicht an der falschen Lagerung der Zigarren, dass es zum Befall durch Tabakkäfer kommt. Der Tabakkäfer wird sozusagen mit den Zigarren importiert, wobei aber die Wahrscheinlichkeit bei den teuren Marken sehr gering ist.

Bis zu vier Millimeter groß können die braunen, behaarten Käfer werden. Der Tabakkäfer legt seine Larven bevorzugt auf Blättern der Tabakpflanze ab, wobei die Entwicklungszeit der Larven zwischen siebzig und Hundertzwanzig Tage liegt. Der Käfer fertigt eine Art Kokon aus Kot und Speichelsekret, in dem er seine Eier ablegt und aus dem die Larven dann schlüpfen. Ab diesem Zeitpunkt stellen die Larven eine große Gefahr für die Zigarre dar.

Flink und gefräßig sind die Larven des Tabakkäfers

Die Larven und der Tabakkäfer fressen sich regelrecht in die Zigarre ein. Es entstehen winzige Fraßlöcher, die auf einen Befall der Zigarre hinweisen, wenn der Käfer nicht schon vorher in den Zigarrenkisten entdeckt worden ist. Das Nikotin in den Zigarren schadet dem Käfer nicht. In seinem Verdauungstrakt kann er das giftige Alkaloid verarbeiten und entgiftet seinen Körper selber.

Der kleine Tabakkäfer kann in einer Zigarrenkiste eine Spur der Verwüstung hinterlassen, da er sich rasend schnell in ein Deckblatt hineinfrisst und sein Appetit sehr groß ist. Zigarren, die Fraßlöcher aufweisen, müssen entsorgt werden, da die Käfer bereits im Inneren ihren Kot abgesondert haben.

Es gibt verschiedene Arten den Käfer zu bekämpfen

Sind die ersten Fraßlöcher zu sehen, müssen die befallenen Zigarren weggeworfen werden. Damit es erst gar nicht so weit kommen muss, werden in den Fabriken schon unterschiedliche Verfahren angewendet, mit denen der Schädling effektiv bekämpft werden kann. Pheromonfallen, die Botenstoffe aussenden, werden in den Fabriken aufgestellt, um den Befall der Tabakblätter zu verhindern. Lichtfallen kommen ebenfalls zum Einsatz.

Der Tabakkäfer ist sehr temperaturempfindlich und stirbt bei niedrigen Temperaturen. Deswegen setzen die meisten Tabakimporteure die Zigarren erst einmal eisigen Temperaturen aus, was der Zigarre nicht schadet, aber den Tabakkäfer abtötet. Auch im privaten Gebrauch wird die Tiefkühlung angewendet.

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