Montecristo

Zu den Fragen, über die sich Zigarrenliebhaber am liebsten streiten, gehört zweifellos, welche die beste kubanische Zigarre ist. Im Normalfall spalten sich die Zigarrenkenner dabei in zwei Gruppen auf: Die eine ist der Meinung, dass die Cohiba zweifellos dieser Bezeichnung würdig ist, die andere bevorzugt die Montecristo A.

Die legendäre Montecristo A

Diese gilt als die größte und teuerste kubanische Zigarre. Normalerweise ist sie einzeln, in einer Fünfer- und in einer 25er-Kiste erhältlich. Mit einem Durchmesser von 18,65 cm und einer Länge von 23,5 cm biete sie rund 2,5 bis 3 Stunden Rauchgenuss. Natürlich kommen für eine solche Zigarre nur die besten und größten Deckblätter infrage. Dass die Zigarre vollständig von Hand gefertigt wird (Totalmente a mano), versteht sich von selbst. Während es für zahlreiche Aficinados zu den höchsten der Gefühle gehört, eine solche Zigarre zu rauchen, gilt sie als eher ungeeignet für Anfänger. Liebhaber schätzen vor allem das letzte Drittel der Zigarre, in der sich die Stärke des Geschmacks voll entfaltet und als wahres Feuerwerk beschrieben wird. Natürlich geht diese Qualität auch mit einem entsprechenden Preis einher, der jedoch von Aficinados gerne bezahlt wird. Die Montechristo A eignet sich hervorragend dazu, besondere Anlässe gebührend zu feiern und nicht selten wird so von ihren Besitzern solange gelagert, bis sich eine Gelegenheit ergibt, die herausragend genug ist, um der Zigarre gerecht zu werden. In jedem Fall wird man wohl kaum einen Zigarrenliebhaber finden, der eine solche Zigarre verschmähen würde. Da sie mit rund 40 EUR pro Stück nicht gerade zu dem günstigsten Zigarren gehört, eignet sie sich somit auch hervorragend als Geschenk.

Weitere Monte Christo Zigarren

Obwohl das Unternehmen erst in den 1930ern durch die Gesellschaft Menendez, Garcia y Cia gegründet wurde und somit nicht zu den traditionsreichsten kubanischen Zigarrenherstellern gehört, zählt die Marke inzwischen zu den beliebtesten und bekanntesten. Angeblich erhielt sie ihren Namen durch die Vorliebe der in der Manufaktur beschäftigten Torcedores für Alexandre Dumas Roman “Der Graf von Monte Christo”. Damals war es üblich, dass täglich einer der Torcedores den anderen vorlas, anstatt Montecristo Zigarren zu rollen. In der Benennung der Zigarren findet sich manchmal immer noch der Bezug zu diesem bedeutenden Werk der Weltliteratur wieder. So lässt sich beispielsweise auch der Name Edmundo als Verweis auf die Hauptfigur Edmond Dantès lesen. Die Marke befindet sich zurzeit in Besitz des kubanischen Staates. In den 60er und 70er Jahren ließ sich außerdem ein gewisser Qualitätsverlust der Zigarre verzeichnen, da diese unter der erhöhten Nachfrage litt. Von diesem lässt sich jedoch in letzter Zeit keine Spur mehr finden. Montecristo Zigarren gibt es außerdem inzwischen in den verschiedensten Ausführungen. Die ursprünglichen Montecristo Zigarren No. 1 bis 5 wurden um weitere Zigarren ergänzt, sodass sich im Sortiment inzwischen von der kleinen Joyita, die vor allem bei Damen beliebt ist, bis hin zur sagenumwobenen A für jeden Geschmack und Anspruch das richtige finden lässt. Monte Christo Zigarren werden vor allem wegen ihrer Stärke geschätzt. Alle hergestellten Zigarren sind dabei handgefertigte Longfiller. Der Tabak kommt dabei aus der Region Vuelta Abajo im Südwesten Kubas.

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