Zigarren sind genauso schädlich wie Zigaretten

Es hält sich seit Jahrzehnten der Irrglaube, dass Zigarren im Vergleich zu Zigaretten gesünder und weniger schädlich sein sollen. Das beliebteste Argument ist dabei, dass der Rauch von Zigarren schließlich nicht inhaliert werde, was die Lunge schonen würde. Leider ist das völliger Unsinn. Obwohl das Risiko an Lungenkrebs zu erkranken bei einem gemäßigten Zigarrenraucher nicht so hoch ist, können dafür aber andere Krebsarten im Körper entstehen.

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Der Nikotingehalt der Zigarre muss nicht angegeben werden

Gesetzlich ist es nicht vorgeschrieben, dass der Tabakgehalt einer Zigarre auf der Packung angegeben werden muss. Das hat den Nachteil, dass es nicht ersichtlich, wie viel Nikotin wirklich in der einzelnen Zigarre steckt. Die Werte hierbei variieren von Marke zu Marke und es kommt auf die einzelnen Tabakblätter.

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Zigarrenrauch ist schädlich für die Gesundheit

Es kursiert die landläufige Meinung, dass Zigarrenrauch weniger schädlich ist als normaler Zigarettenrauch, da er über weniger Schadstoffe verfügt als der Rauch einer schnöden Zigarette. Dies ist ein Irrtum. Die Zigarre ist edler in der Zusammensetzung und auch bei der Verarbeitung werden hochwertigere Tabakblätter verwendet, als bei dem Feinschnitt, der sich im Inneren einer Zigarette befindet.

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Tabakanbau in Kuba

Der Anbau und Genuss von Tabak, wie auch die Herstellung von Zigarren hat ihren Ursprung in Mittel- und Südamerika. Die dortigen Ureinwohner haben schon vor Jahrtausenden Tabak konsumiert, wobei allerdings das genaue Ursprungsland unbekannt ist. Kuba ist das Land, von dem aus europäische Kolonialherren seit Christoph Columbus die Zigarre weltweit verbreiteten. Insofern nimmt die Insel in der Karibik eine ganz grundlegende Stellung bei der Tradition der Zigarrenherstellung ein. Im spanischen Sevilla stellten die Europäer zunächst ihre eigenen Zigarren her, doch auf Grund des Klimas waren die kubanischen Zigarren von besserer Qualität und setzten sich bei den anspruchsvollen Konsumenten aus gehobenen Gesellschaftsschichten schließlich durch. International wird die aus Kuba stammende Havanna-Zigarre als Habano bezeichnet, und dieser Name ist regional geschützt. Hierzu zählen Spitzenprodukte wie die Cohiba, erlesene Zigarren wie die Vegas Robaina, traditionelle Marken wie Partagás und neue wie die Guantanamera. Grundsätzlich wird für kubanische Zigarren bei Anbau und Verarbeitung höchster Wert auf Qualität gelegt. Die hochwertigen Zigarren werden aufwändig in Handarbeit produziert. Von der Auspflanzung bis zur Ernte wird jede einzelne Tabakpflanze durchschnittlich 170 mal begutachtet und gepflegt.

Kubanische Zigarren und der Anbau der Tabakpflanzen

Das Klima in Kuba ist subtropisch mit tropischen Tendenzen. Von Mai bis Oktober ist es im Allgemeinen sehr warm und feucht, von November bis April ist das Wetter wechselhafter und trockener. Die Pflanzen werden vor der Auspflanzung aufs Feld etwa 45 Tage lang aus Samen herangezogen. Das Saatgut wird in ausgewählter Qualität von staatlichen Forschungsstellen zur Verfügung gestellt. Vor der Auspflanzung im Oktober werden die Felder mehrmals gepflügt. Das Jäten des Unkrauts, die Bekämpfung von Schädlingen und das Ausgeizen von Seitentrieben wird weitgehend von Hand verrichtet. Die Blüten werden entfernt, um das Wachstum der Blätter zu stärken. Drei Monate nach der Aussaat erreichen die Tabakpflanzen mit einer Höhe von bis zu zwei Metern die Erntereife. Die mehrwöchige Ernte beginnt im Januar. Die Blätter werden in sechs ungefähr einwöchigen Etappen geerntet, die unteren zuerst, die oberen zuletzt. Für kubanische Zigarren werden zwei unterschiedliche Tabaksorten angebaut: Die Criolo liefert die Einlage und das Umblatt, die Corojo das Deckblatt. Nach der Ernte wird der Tabak luftgetrocknet und zweimal fermentiert. Zwischen den Fermentierungen werden die Blätter entrippt und aussortiert. Nach der Fermentierung wird der Tabak für einige Tage belüftet und dann zur Lagerung in Ballen gepresst. Vor der manuellen Fertigung der Zigarren muss er befeuchtet, entrippt und sortiert werden. Ein geübter Torcedor dreht etwa 120 Zigarren pro Arbeitstag. Nach der Herstellung werden die Zigarren im Escaparate, einem klimatisierten Raum, gelagert.

Regionen, in denen für kubanische Zigarren der Anbau erfolgt

Es gibt in Kuba traditionell verschiedene Regionen, in denen Tabak für die Zigarrenproduktion angebaut wird: Von Westen nach Osten sind dies die Gebiete um Vuelta Abajo, Partidos, Remedios, Las Villas, Camagüey und Oriente. Die Anbaugebiete sind in sieben Distrikte aufgeteilt. Im Distrikt El Llano, zwischen San Juan y Martinez und San Luis, befinden sich die als Vegas Finas de Primero bezeichneten Plantagen, in denen mit offizieller staatlicher Bestätigung der feinste und erlesenste Tabak für die Herstellung von Habanos angebaut wird.

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Alles über die Verarbeitung kubanischer Zigarren

Handgerollte Kubanische Zigarren – ein besonderer Genuss. Doch wie laufen die Fertigungsprozesse ab und was passiert auf dem Weg von Tabakpflanze zur exotischen Edel-Zigarre?

Produkte kubanischer “Torcedors”

Torcedors ist kubanisch und ist die dortige Berufsbezeichnung für die kubanische Zigarren Verarbeitung. Ihre Aufgabe besteht darin, einzig mit ihren Händen perfekte Zigarren zu rollen. Ein erfahrener Torcedo schafft täglich im Schnitt 100 Stück.
Zigarrenkenner schwören auf kubanische Zigarren. Für sie ist der Genuss einer handgemachten Zigarre ein echtes Erlebnis als das Paffen einer “Industrie-Zigarre”.

So funktioniert die kubanische Zigarren Verarbeitung

Nach der Trocknung der verschiedenen Tabaksorten werden diese fermentiert. Danach erfolgt die Auslese der einzelnen Tabakblätter. Per Hand wird dabei die Mittelrippe des Tabakblattes entfernt. Je nach gewünschter Größe der Zigarre verwendet der Torcedor mehrere Umblätter zum Drehen der Zigarre. Nun wird aus den verschieden gereiften Tabaksorten per Augenmaß eine Mischung erstellt und diese zu einer Zigarre verarbeitet.

Vollendet wird die Zigarre mit einem sorgsam ausgewählten und optisch ansprechendem Deckblatt. Dort werden bei den teuren Editionen oft ausgefallene Designs verwendet um auch dem Auge einen vollendeten Genuss zu bieten.

Doch mit dem Rollen einer Zigarre ist der Herstellungsprozess noch lange nicht durchschritten. Kubanische Zigarren werden nach der Produktion genau auf Qualität geprüft. Unter anderem wird dabei die äußere Form der Zigarre exakt kontrolliert. Dabei wird schnell klar: Kubanische Zigarren Verarbeitung ist Präzisions- und Millimeterarbeit.

Auch die Lagerung stellt einen wichtigen Teil des Herstellungsprozesses von (hochwertigen) kubanischen Zigarren dar. Mitunter reifen diese monate- oder sogar jahrelang um den Konsumenten einen besonders reifen und ausgewogenen Geschmack zu bieten.

Auch ein ansprechendes Aussehen und der richtige Sitz des Umblattes sind wichtig für den Verkauf an den Endkunden. Schon bei kleinsten Abweichungen kann die Zigarre nicht mehr richtig abbrennen und erzeugt statt Rauchgenuss nur noch Zigarrenfrust.

Bevor die Zigarren nach der schier endlosen Lagerung endlich an den Endkunden verkauft werden, bekommen sie noch eine “Bauchbinde” umgebunden. Vorher werden noch einmal die fertigen Zigarren stichprobenartig auf Qualität geprüft – die letzte Hürde für die fertige Zigarre. Auf dieser ist der Herstellungsort und die Sorte der Zigarre vermerkt. Oft ist dort auch der Herstellungsort aufgeführt.

Diese Bauchbinden haben durchaus ihre Berechtigung – so können diese Hinweis auf Fälschungen geben. Denn das Geschäft für dreiste Fälscher ist lukrativ, so werden nicht selten Zigarren minderwertiger Qualität mit falschen Bauchbinden auf den Markt geschwemmt.

Bevor die (echten) kubanischen Zigarren zu uns kommen werden sie schockgefrostet. Ja, richtig gehört! Namhafte Vertriebsfirmen wenden diese gängige Praxis an um sicherzustellen, dass sich keine ungebetenen Gäste in der Zigarre herumtreiben. Denn Käfer und anderes Ungeziefer möchte nun wirklich keiner inhalieren.

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