Zigarrenrauch ist schädlich für die Gesundheit

Es kursiert die landläufige Meinung, dass Zigarrenrauch weniger schädlich ist als normaler Zigarettenrauch, da er über weniger Schadstoffe verfügt als der Rauch einer schnöden Zigarette. Dies ist ein Irrtum. Die Zigarre ist edler in der Zusammensetzung und auch bei der Verarbeitung werden hochwertigere Tabakblätter verwendet, als bei dem Feinschnitt, der sich im Inneren einer Zigarette befindet. Die meisten Raucher gehen deshalb davon aus, dass die Zigarre weniger Toxine, Teer und andere Giftstoffe enthält.

Es stimmt, dass das Risiko an Lungenkrebs zu erkranken durchaus geringer ist, als bei dem Konsum von Zigaretten, aber bereits ab einem Genuss von mehr als fünf Zigarren pro Tag ist das Risiko nur noch um ein Drittel geringer.

Zigarre rauchen macht weniger abhängig

Dadurch, dass der Rauch nicht in die Lunge inhaliert wird, sondern in der Mundhöhle verbleibt, kann das Nikotin nicht so schnell vom Körper absorbiert werden, wie das bei Lungenzügen der Fall ist. Der Raucher verspürt nicht so oft das drängende Gefühl, zu einer Zigarre greifen zu müssen. Gerade in Stresssituationen kann es nicht vorkommen, dass der Raucher den dringenden Wunsch verspürt, zur Zigarre zu greifen, denn die Zigarre genießt man eher in einer ruhigen Atmosphäre. Sie ist ein Konsumartikel, der für Bequemlichkeit steht.

Weiterhin ist der Preis für gute Zigarren auch zu hoch, um sie einfach nur zur puren Befriedigung der Sucht zu benutzen. Sie werden für besondere Gelegenheiten aufgehoben und nicht sehr häufig geraucht.

Dennoch machen Zigarren auch abhängig, da auch in Zigarren der Genussstoff Nikotin enthalten ist. Auch wenn die Aufnahme durch die Oberfläche der Mundhöhle nicht ganz so stark ist, wie die Aufnahme in der Lunge.

Kehlkopf-, Lungen- und Speiseröhrenkrebs ist bei Zigarrenrauchern weiter verbreitet

Der Rauch wird nicht in die Lunge eingezogen und verbleibt länger im Mund. Doch dadurch werden auch das Innere des Mundes, also die Zunge, der Gaumen und das Zahnfleisch, einer längeren Rauchbelastung ausgesetzt. Die Mundhöhle wird stärker mit Toxinen und Nikotin belastet und dort kann es leichter zur Bildung von Tumoren kommen. Laut Studien der “American Lung Association” verdoppelt sich das Risiko von Mundhöhlenkrebs bereits bei einem Genuss von drei Zigarren am Tag. Auch das Risiko an Kehlkopfkrebs zu erkranken ist um ein Achtfaches erhöht.

Auch wenn sich die landläufige Meinung in der Gesellschaft hält, dass Zigarre rauchen weniger gesundheitsschädlich sein soll, so trifft diese Behauptung leider nicht zu, auch wenn es sich um ein sehr intensives Geschmackserlebnis handelt.